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Warum Verwaltungskosten ein sehr schlechter Indikator sind

Drei der führenden Bewerter von Hilfsorganisationen haben in einem gemeinsamen Aufruf unter dem Titel “Overhead Myth” (übersetzt: “Verwaltungsmythos“) darauf hingewiesen dass der prozentuale Kostenaufwand für Verwaltung und Fundraising einen sehr schlechter Indikator zur Bewertung von Hilfsorganisationen darstellt. Folgende Gründe werden aufgeführt:

  • Verfügbare Daten zum Verwaltungsaufwand sind häufig ungenau es werden meist nicht vergleichbare Kriterien verwendet.
  • Untersuchungen zeigen dass höherer Verwaltungsaufwand mit besseren Ergebnissen von Hilfsorganisationen korreliert.
  • Unterinvestition in Administration beeinflusst die Qualität und Nachhaltigkeit der Aktivitäten.


Verwaltungskosten sind zwar ein hilfreicher Indikator zur Aufdeckung von Missbräuchen in wenigen Extremfällen, in der Praxis ist es jedoch sogar wünschenswert, dass die meisten Hilfsorganisationen mehr in Verwaltungsaufgaben wie Projektbewertung, Planung, Training und interne Systeme investieren. Diese erlauben es der Hilfsorganisation ihre Arbeit zu verbessern. Auch Fundraising Aktivitäten sind notwendig damit Hilfsorganisationen die Fortführung Ihrer Aktivitäten sicherstellen können. Aussagekräftiger als die prozentualen Administrationskosten wären Faktoren wie Transparenz, tatsächliche Ergebnisse der Arbeit sowie die Qualität der Organisationsstrukturen.

Weitere Informationen: Süddeutsche Zeitung: “Mehr Ehrlichkeit, weniger Schönrederei”

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